• Karolina Kulik

Wer anderen eine Bau-Grube gräbt...

Was Bauherren von Handwerkern lernen können.

...der teilt sich lieber die Kräfte gut ein!

Vorneweg ein Dankeschön an meine Kunden Saskia und Arne.

Sie haben mich zu diesem Beitrag inspiriert. In einem unserer ersten Gespräche haben Sie mich sehr beeindruckt mit ihrer nachahmenswerten Einstellung dazu, wie Bauherren ein Bauprojekt angehen sollten. 



Wer anderen eine Bau- Grube gräbt...

Haben Sie schon einmal zugesehen, wie ein Handwerker eine Baugrube aushebt? Und ich meine eine enge und schlecht zugängliche Baugrube, am besten in schwerem Lehmboden, die nur in Handarbeit ausgeschachtet werden kann. Wie schafft er es, die schwere Arbeit zu verrichten, ohne völlig erschöpft zusammenzubrechen? Schließlich hat die Arbeitswoche fünf Tage, da kann er nicht am Montag schon seine ganze Kraft verbrauchen. Muskelkraft ist nur ein Teil der Wahrheit. Der Arbeiter macht noch etwas, von dem wir alle lernen können: er teilt sich die Arbeit gleichmäßig ein. Er macht Pausen und ruht sich aus. Er geht nicht über sein Limit und versucht nicht das Unmögliche. Er benutzt Hilfsmittel und überlegt, bevor er handelt. Alles das können wir uns von ihm abschauen.



Was hat das mit Ihnen als Bauherr zu tun?


Saskia und Arne wissen das intuitiv. Sowohl bei der Zeitplanung des Projektes sowie bei der Finanzplanung: sie bilden Puffer, kalkulieren Unvorhergesehenes ein und erkennen rechtzeitig Grenzen. Sie haben sichergestellt, dass sie in ihrer Wohnung leben können, bis der geplante Umbau abgeschlossen und der Einzug in das neue Zuhause möglich ist. Sie haben ihre Finanzierung so aufgestellt, dass Urlaube und die Freizeitgestaltung trotz Kreditrückzahlung möglich sind. So können Sie sich eine Menge Stress und Druck ersparen, nicht in ausweglose Situationen geraten, sondern immer handlungsfähig bleiben. Und zwar dauerhaft, also auch nach Fertigstellung der Haussanierung. Das wünsche ich allen meinen Bauherren.



Also dann, ein fröhliches Schaufeln mit diesen Tipps :)


  • Arbeit gleichmäßig einteilen

  • Pausen und Ruhezeiten vorsehen

  • eigene Grenzen und die Grenzen anderer kennen

  • Hilfsmittel benutzen und Fachleute beauftragen

  • Puffer in der Finanz- und Zeitplanung bilden



Auch interessant: Tipps für die Zeitplanung Ihres Bauprojektes.

https://www.kulik-architektur.de/post/der-zeitplan-teil-3-des-bauherren-leitfadens-zu-einer-gelungenen-hausplanung

Schöne Grüße, Karolina Kulik, Architektin