• Karolina Kulik

Das war 2019 - ein Jahresrückblick

kulik architektur - Das war 2019

Ich blicke zurück auf interessante Projekte und möchte Ihnen einige davon vorstellen.


"Form follows function": Ein Wohnhaus in Splitlevel-Bauweise auf einem Hanggrundstück. Der Grundriss dieses Hauses wird entlang des natürlichen Geländeverlaufs abgetreppt. Das Haus erhebt sich nicht über die Landschaft, sondern gliedert sich in die Umgebung ein. Außerdem verschafft diese Bauweise auch mehr Wohnfläche durch Minimierung der Treppen- und Flurräume: Laufwege verschmelzen mit Aufenthaltsflächen. Zum Hang und Garten hin sind Koch- und Essbereich angeordnet, die Räume sind hier bedingt durch das Splitlevel fast 3,0 Meter hoch, großzügig, lichtdurchflutet und am Gartenniveau ausgerichtet.


Ein Haus am Wasser - in diesem Fall: am eigenen Pool. Die Bauherren dieses Projektes träumen vom Blick in den Pool von der Küche, dem Essplatz und der Terrasse aus. Ein tiefer gelegter Hof beherbergt einen blickgeschützten Wellnessbereich. Das Projekt befindet sich noch in den Kinderschuhen und wird 2020 fortgesetzt.


Mut zur Farbe: mein erstes Blaues. Die Bauherren wünschten eine einzigartige Fassade, und so durfte ich tiefer in den Farbtopf greifen und plante dieses außergewöhnliche blaue Häuschen. Der mit Holz verkleidete Erker bietet einen schönen warmen Kontrast zur blauen Fassade: https://www.kulik-architektur.de/post/heute-mache-ich-blau


Ein unterirdisches Vorhaben: Wir haben Abfallbehälter für eine Wohnanlage mit 64 Wohneinheiten unter die Erde verfrachtet. Oberirdisch sind nur die Einwurfschächte sichtbar. Die schweren Müllbehälter müssen nicht mehr per Hand an die Straße transportiert werden, sondern wurden dauerhaft in der Erde an einer vorteilhaften Stelle versenkt. Die Entleerung mit einem Spezial-LKW erfolgt nur dann, wenn die Behälter auch voll sind.

Die EAD macht's möglich: https://ead.darmstadt.de/unser-angebot/gewerbebetriebe/abfallverwertung/unterflursysteme/


Es ist zwar kein Hundertwasser-Haus, aber den rechten Winkel sucht man hier vergeblich: Ein völlig krummes und schiefes Wohnhaus wurde von mir vermessen. Die Planung der Sanierung und Aufstockung birgt einige Herausforderungen. Dieses mehrfach umgebaute Gebäude steht an zwei Grundstücksgrenzen, was baurechtliche Einschränkungen mit sich bringt. Die Bauabschnitte aus unterschiedlichen Jahrzehnten sind so ausgeführt, wie es zu den damaligen Zeitpunkten jeweils üblich war. Dieses Archiv der Bauweisen des letzten Jahrhunderts gilt es nun in ein modernes, gut nutzbares und bautechnisch zeitgemäßes Wohnhaus umzubauen.


Ähnlich, aber trotzdem nicht vergleichbar: ich plante die Umnutzung und den Umbau von zwei Gaststätten in Wohnraum - zwei ähnliche Projekte, von zwei unterschiedlichen Bauherren und an unterschiedlichen Orten. Was in einer Gaststätte als gemütlich gilt, nämlich eine schummerige Beleuchtung, ist für ein Wohnhaus unsinnig. Daher ging es bei beiden Projekten darum, mehr Licht in's Haus zu lassen.


Mit Blick ins Tal macht eine Aufstockung mehrfach Sinn: Für diesen Umbau habe ich die Wohnfläche an die aktuellen Bedürfnisse der Bewohner angepasst und das besondere Potenzial des Bestandsgebäudes, seine Lage, betont. Ich plante eine ungewöhnlich große und dennoch blickgeschützte Dachterrasse, von der aus die Bauherren ins Tal von Groß-Umstadt blicken werden.


Noch viele weitere Projekte durfte ich 2019 bearbeiten und dafür danke ich allen Bauherren und Projektpartnern! Auf ein erfolgreiches 2020!

Schöne Grüße, Karolina Kulik, Architektin