Neubau Einfamilienwohnhaus

Ein Grundstück wie ein Präsentierteller

Eines meiner Lieblingsprojekte... 

Als Architekt würde man das Grundstück so beschreiben: das Grundstück ist stark ausgenutzt. Als Bauherr würde man sagen: der Nachbar kann mir morgens auf's Brötchen schauen. Die Grafik oben rechts veranschaulicht das deutlich. 

Das Grundstück hat nur 350 qm und ist umgeben von Nachbarhäusern. Es ging also darum, nicht nur den wenigen Platz gut auszunutzen sondern auch die Bewohner vor fremden Blicken zu schützen.

Obergeschossgrundriss

Erdgeschossgrundriss

Um zu erreichen, dass das Gebäude zu den beiden Strassen hin weitgehend geschlossen ist und zum Garten weitgehend geöffnet, habe ich es so weit wie möglich an der nordöstlichen Baugrenze angeordnet. Damit ist die Gartennutzung am besten in südwestlicher Richtung möglich. In Richtung der beiden Strassen wurden nur wenige Fenster eingeplant. Die meisten Fenster befinden sich in Richtung Garten. Diesen Entscheidungen folgt die Anordnung der Räume: zur Strasse hin wurden Nebenräume mit kleinen Fenstern angeordnet, zum Garten hin, nach Südwesten, die Wohnräume mit großen Fenstern. Ein willkommener Nebeneffekt liegt in der Energieeffizienz: die Sonne spendet durch die großen Fenster Wärme, nach Norden verliert das Haus dank kleiner Fenster nur wenig Wärme.

Straßenansicht

Eingangsansicht

Die gestalterische Umsetzung

Um neugierige Einblicke von außen nach innen zu verhindern, versteckte ich die Fensteröffnungen auf der Hauptstrassenseite hinter durchgehenden Holzlamellen. So entsteht auch eine optisch einheitlich wirkende Basis für das ruhige Fensterband im Obergeschoss.

Projektdaten

Bearbeitungszeitraum: Sommer 2017 - Frühjahr 2018

Leistungsphasen HOAI: 1 - 3

Bruttokubatur: ca. 715 kbm

Wohnfläche: (nach Wohnflächenverordnung) ca. 128 qm

In der Westfassade zeigt sich das Haus offener.

Die bodentiefen Fenster lassen viel Licht in das Haus und dienen im Erdgeschoss auch als Zugang zum Garten.

 

Bei diesem kleinen Haus sind aber auch Stellflächen für Möbel wichtig. Daher wählte ich an vielen Stellen senkrechte, raumhohe Fensterformate. So bleiben viele Wandflächen frei und ermöglichen sowohl eine flexible Einrichtung als auch den maximalen Lichteinfall.